St. Pölten (OTS) – Der Einsatz des Wirtschaftsbundes hat sich
gelohnt: Nach monatelangen
intensiven Verhandlungen wurde am Montag im Nationalrat die lang
erwartete Entlastung bei der Normverbrauchsabgabe (NoVA) für
betriebliche Arbeitsfahrzeuge beschlossen. Damit wird eine wichtige
Forderung aus dem Mittelstandspaket umgesetzt und eine steuerliche
Mehrbelastung für Handwerk, Gewerbe und Fahrzeughandel abgewendet.
„Viele unserer Mitgliedsbetriebe – vom Installateur über den
Elektriker bis hin zum Baumeister – sind auf Transporter und
Kastenwägen als tägliches Arbeitsgerät angewiesen. Die gestrige
Entscheidung bringt Rechtssicherheit und verhindert unnötige
Mehrbelastungen für den Mittelstand“, betont WKNÖ Präsident WBNÖ
Landesgruppenobmann Wolfgang Ecker . „Gerade in wirtschaftlich
fordernden Zeiten ist jeder Euro an Steuerentlastung entscheidend, um
die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen zu stärken.“
Auch Abgeordneter zum Nationalrat WBNÖ Direktor Harald Servus
unterstreicht den Erfolg der Interessenvertretung: „Wir haben uns von
Anfang an für eine einfache, klare und wirtschaftsfreundliche
Regelung eingesetzt. Dass das ursprünglich geplante, praxisferne
Kriterium der ‚einfachen Ausstattung‘ nun massiv eingeschränkt wurde,
ist ein wichtiger Durchbruch. Diese Lösung verhindert neue
Rechtsunsicherheiten und Bürokratie für unsere Betriebe.“
Neben der Klarstellung bei der Definition der betroffenen
Fahrzeuge wurde auch eine wichtige Übergangsregelung beschlossen: Für
Fahrzeuge mit schriftlichem Kaufvertrag vor dem 1. Juli 2025, deren
Lieferung bis spätestens 31. Dezember 2025 erfolgt, kann die bis zum
Stichtag geltende Rechtslage weiterhin angewendet werden. Damit wird
verhindert, dass lange Lieferzeiten zu steuerlichen Nachteilen für
Betriebe führen.
Bereits im März hatte die Bundesregierung angekündigt, die NoVA-
Pflicht für die Fahrzeugklasse N1 abzuschaffen. In der ursprünglichen
Gesetzesvorlage drohten jedoch durch unklare Formulierungen
erhebliche Belastungen für viele Betriebe. Durch intensive Gespräche
des Wirtschaftsbundes mit Branchenvertretern und politischen
Entscheidungsträgern konnten nun wesentliche Nachbesserungen erzielt
werden. Dieser Beschluss zeigt, wie wirksam eine starke
Interessenvertretung ist.